Was ist eine Ausgangsstufe?
Als Ausgangsstufe wird der Teil zwischen dem Analog-Wandler und den Chinchbuchsen an der Rückseite bezeichnet. Hier findet die letzte Aufbereitung des nun analog gewordenen Audiosignals des Wandlers statt. Es gibt je nach Wandlertyp unterschiedliche Baugruppen die hier notwendig werden. Die Philips Wandler TDA1540 (CD 104, 304) und 1541 (CD 304 MK II) unterscheiden sich von den Wandlern moderner Bauweise nicht nur durch ihren natürlichen Klang: 

Moderne Wandler benötigen meist nur eine aktive Entkoppelung, da sie bereits ein fertig aufbereitetes Audiosignal liefern. Bei diesem nötigen als Buffer bezeichneten Teil in der Ausgangsstufe, findet eine elektrische Entkoppelung durch einen IC-Operationsverstärker oder einer Röhre statt. Mit diesem Prinzip eines "Spannungsfolgers" findet keine Verstärkung und bestenfalls auch keine Veränderung des Audio-Signals statt. Das Signal muss nur stabilisiert werden. Der Wandler und Operationsverstärker produzieren hierbei auch Gleichstrom, der noch durch einen Kondensator gefiltert wird. Die Sinuskurve des Musiksignals wird sonst von der Nullachse verschoben, woraus eine höhere Belastung der nachfolgenden Komponenten resultiert - bei zu hohem Pegel bis zur Beschädigung der Lautsprecher und Verstärker. Dieser Koppelkondensator lässt nur den aus Wechselstrom bestehenden Teil des Audiosignals durch.

Die Ausgangsstufe eines  TDA0 oder TDA1 Wandlers wurde erheblich aufwendiger gestaltet, da kein fertiges Audiosignal geliefert wird und dieses noch elektrisch umgewandelt werden muss. Nachfolgend die je nach Modell möglichen Baugruppen in den alten Philips CD-Spielern in Reihenfolge nach dem Analogwandler.

Mögliche Modifikationen einer TDA0 und TDA1 Ausgangsstufe
Neben der Reduzierung des Gleichstromanteils aus dem Wandler beim DAC DC-balancing kann auch der Gleichstrom des Operationsverstärkers durch zusätzliche Bauteile reduziert werden. Wird der Gleichstrom nun zweifach durch DAC DC-balancing und OP DC-balancing reduziert, kann auf den Koppelkondensator zur Filterung des Gleichstroms verzichtet werden, da dieser immer einen nachteiligen Kompromiss bildet. Der Gleichstromanteil wird hierbei aktiv durch einbringen eines gegenpoligen Stroms bis auf ein geringes Maß aufgelöst. Eine Reduzierung bis Null ist möglich, von einem geringen Gleichstrom profitieren jedoch alle weiteren aktiven Elemente in der Audiokette. Diese Modifikation findet sich in der Erweiterung Gleichstromkompensierung wieder.

Das De-Emphasis ist ein analoger Hochtonfilter. Dieser Filter wird durch den Digitaldecoder zugeschaltet, wenn dieser ein Signal erhält, welches sich im Subcode auf der wiederzugebenden CD befände. Dieser Bereich ist in vielen CD-Spielern nicht anzutreffen, da dieses Signal auf fast allen CDs nicht vorhanden ist. In der Erweiterung ALF wird dieser Hochtonfilter nicht entfernt, sondern geändert und kann mittels eines Schalters an der Frontseite aktiv zugeschaltet werden. Ein hochauflösender CD-Spieler bietet seinen Zuhörern eine gestiegene Anzahl von akustischen Informationen, welche vom Gehirn verarbeitet werden müssen, der CD-Spieler zieht durch Nanodetails und angenehmen Klang in seinen Bann. In einigen Situationen ist eine hohe Präsenz und Auflösung jedoch nicht erwünscht, z.B. wenn Besuch anwesend ist und Unterhaltungen geführt werden möchten. Mit ALF kann hierzu eine entspannte und zurückhaltende Hintergrundbeschallung erreicht werden.

Bei der I/U conversion wird die elektrische Wandlung vollzogen, das Audiosignal steht erst danach zur Verfügung. In fast allen erhältlichen CD-Spielern wird die I/U conversion von einem Chip ausgeführt, da dieser mit einer "virtuellen Masse" eine höhere Linearität bietet und schneller ist. Danach noch eine Röhre zum Buffern zu verwenden, hat nur noch Marketing-Gründe. In den meisten Fällen wird ein Operationsverstärker in Chip-Bauweise auch zum Buffern verwendet. Die optimalen Eigenschaften dieses Chips unterscheiden sich nach Einsatzzweck, für die  I/U conversion kann nicht jeder Operationsverstärker eingesetzt werden, der landläufig als gut klingender Buffer bekannt ist. In der Erweiterung Operationsverstärker  wird der bestmögliche Typ gewählt und das Umfeld für dessen Bedürfnisse optimiert.

Die Analog.Filter sind auf den Philipsen zwischen dem serienmäßigen Doppel-OpAmp platziert. Sie trennen das Audiosignal mit einer 18db Flankensteilheit vom nicht hörbaren Frequenzbereich. Bei geschickter Auslegung der I/U conversion, kann ein verzerrungsarmer natürlicher "Roll-off" der nichtbenötigten Frequenzen ohne die negativen Auswirkungen des analogen Filters durchgeführt werden. Auf den Analogfilter, welcher für eine Phasenverschiebung bis hinunter in den hörbaren Audio-Bereich sorgt, kann verzichtet werden. In der Erweiterung Analogfilter wird das De-Emphasis, die Mutingstufe und der Tiefpassfilter entfernt.

Beim Buffer muss für ein optimales Ergebnis zwischen TDA0 und TDA1 unterscheiden werden. Der TDA0 hat geringfügig weniger Details im oberen Brillanzbereich des Audiobands. Dieser Verlust ist nicht nur nachteilig, da so auch eine Schärfe auf Vokalen bis in den Präsenzbereich vermieden wird - der Klang wird als näher und wärmer empfunden. Der TDA0 stellt somit geringere Ansprüche an einen Buffer. Mit dem TDA1 harmoniert ein Buffer in diskreter Bauweise am besten, eine Chipbauweise klingt hier analytisch und scharf, eine Röhre verfärbt. Die Erweiterung Hybridausgang bietet mit großen Leistungsreserven bei hoher Geschwindigkeit eine sehr weichzeichnende Lösung.

Ein Koppelkondensator hinter den aktiven Bauelementen im Signalweg ist die preisgünstigste Methode den Gleichstrom zu verringern, stellt aber immer einen Kompromiss dar. Ein Kondensator bildet hier mit zunehmender Größe steigenden Verlustfaktor und Mikrofonie. Mit allen Erweiterungen kommt hier automatisch der optimale Kondensator zum Einsatz. Bei der Erweiterung Gleichstromkompensierung  fällt dieser ganz weg und ermöglicht die optimale Aussteuerung des folgenden Verstärkers.

Beim Muting wird das Signal des TDA0 durch ein Relais mit starkem magnetischen Feld geführt, beim TDA1 durch einen Transistor. Das Muting wird mit der Erweiterung Analogfilter überbrückt, um das Signal verlustfrei zu den Chinchbuchsen zu führen.

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