Philips CDM-1 Lasereinheit
Bis zur Einstellung der
Produktion des Lasers für reine CD-Laufwerke, wurde kein Laser in der Qualität
des Philips CDM-1 hergestellt. Bei den Digital-Analog-Wandlern sieht es ähnlich
aus. Während die erste Generation noch Kritikpunkte aufgrund ihrer nur 14 Bit
Datenrate besaß, ist der damalige Philips-Wandler TDA1540 in Monobauweise nur von einem Wandler
erreicht worden, dem Philips TDA1541 mit
16 Bit und Dualmono.
Bereits mit dem TDA1543 begann ein Qualitätsrückschritt. Bei Analogfreunden
besitzt der TDA1540 aber trotz seiner nur 14 Bit wegen seines natürlichen
Klanges eine hohe Beliebtheit, obwohl er im Vergleich zum TDA1541 etwas an Detailreichtum im Hochton
verliert und sein Klang daher als "englisch" bezeichnet werden mag.

Ein zukunftsfähiges Abspielgerät wird eine CDM-1 Lasereinheit und TDA1540/1541 Wandler besitzen. Nachdem diese Wandler von allen baulichen Fesseln befreit wurden, bleiben sie klanglich unerreichbar. Auf dieser technischen Basis ist eine Schnittstelle für einen digitalen Signaleingang zu schaffen, um auch kommenden Formaten mit Umweg über den Multimedia-Computer die beste Analogwandlung zu bieten.
Ein solches Gerät muss aufgrund seines Alters immer komplett restauriert werden. Das Abstellen der Schwächen, die in der bisher über 20 jährigen "Testphase" der Geräte festgestellt wurden, erfordern viel Zeit. Man erhält dafür ein Gerät, dessen Wert mangels Konkurrenz schwer zu messen ist und in der Zukunft astronomische Höhen erreichen wird, da seine Stückzahl im Gegensatz zur Qualität sehr eingeschränkt ist.
Umfang der Restaurierung
Aufgrund des Alters ist die Elektrolytflüssigkeit in den Kondensatoren
ausgetrocknet, dieses führt nicht nur zu einem dumpferen Klang, sondern auch zu
Defekten an den IC-Chips. Das damals eingesetzte Bleilot ist im Laufe der Jahre
oxidiert und bildet Haarrisse. Ein unrestauriertes Gerät wird in absehbarer
Zeit ausfallen - ausnahmslos.
Jede Restaurierung nimmt allein knapp 30 Std Arbeitszeit in Anspruch. Bekannte Schwächen der Modellreihe werden abgestellt. Fehlende Isolierung an Spannungsreglern angebracht. Eine Masseschleife zum Kühlkörper entfernt. Alle Lötverbindungen an den Platinenanschlüssen und Massedurchführungen (Griplets) werden entlötet, die Massedurchführungen mit Silberkabel verstärkt und alles mit Silberlot neu eingelötet. Möglicher Masseschluss der "Tantals" auf der Servoplatine entfernt. Alle Kabelstecker werden überprüft und nachgearbeitet. Erlahmung der CD-Schublade auf den letzten Millimetern wird beseitigt. Mechanische Teile und die Linsen werden gereinigt. Auf den Platinen werden neben diversen Halbleitern ebenfalls Kondensatoren erneuert. Eine Feinsicherung wird eingelötet. Es kommen ausschließlich Audio-taugliche Premium-Kondensatoren zum Einsatz. Gescheite Chinchbuchsen werden an der Rückseite eingebaut und die CD-Spieler nach Fertigstellung neu eingemessen.